Prüfungsleistungen

Wir legen großen Wert auf eine klare, präzise und analytische Argumentation. Ob Hausarbeit, Referat oder Abschlussarbeit – eine werturteilsfreie Analyse ist essenziell. Bitte beachten Sie auch unbedingt unsere Literaturhinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten!

Hausarbeiten / Essays

Für schriftliche Arbeiten wie Hausarbeiten und Essaysammlungen, insbesondere für Übungen, Seminare und Forschungskraktika haben wir ein ausführliches Merkblatt zusammengestellt.

Bitte beachten Sie, dass jede schriftliche Arbeit eine unterschriebene, vom Institut für Soziologie zur Verfügung gestellte Eigenständigkeitserklärung enthalten muss. Sie können sowohl die deutsche als auch die englische Version herunterladen.

Falls Sie gezielt Ihre Schreibkompetenzen schulen möchten, schauen Sie doch auf die Seiten des Schreibzentrums der LMU. Dort werden zahlreiche Kurse und Workshops angeboten, bis hin zur individuellen Beratung.

Referate

Vor allem in Seminaren werden Sie aufgefordert, Referate abzuhalten. Spezifische Hinweise zum Aufbau und Design Ihrer Vortragsmaterialien sowie zum Vortrag selbst sollen die Gestaltung und Vorbereitung von Referaten leiten.

Typischer Aufbau eines Referates:

1. Grundlinie der Argumentation/Theorie
2. Eine knappe Beschreibung der Daten und Methoden
3. Die zentralen Ergebnisse
4. Eine Diskussion/methodische Bewertung der Ergebnisse

Im Einzelnen beachten Sie bitte Folgendes:

  • Versuchen Sie einen Spannungsbogen aufzubauen. Dazu brauchen Sie eine klare und spannende Forschungsfrage/These, die Sie in dem Vortrag entwickeln und abarbeiten.
  • Die erste Folie ist eine Titelfolie: Thema, Autoren, Ort des Vortrags. Sie sollten sich kurz vorstellen.
  • Dann folgt eine Einleitung. Ihnen ist klar, worum es gehen wird, aber den Zuhörern nicht! Die Fähigkeit zur Empathie ist hier wichtig: wo muss ich meine Zuhörer abholen?
  • Ein Referat darf keine 1:1‐Nacherzählung der Texte sein. Das wäre zu viel Information und führt zum „Abschalten“. Man muss sich bei jedem Referat überlegen, wie viel Informationen die Zuhörenden in der gegebenen Zeit verarbeiten können. Das ist nicht viel! Deshalb muss man viele Feinheiten (Fußnoten) weglassen. Man beschränkt sich auf die Grundlinien der Argumentation.
  • Keine durchgehenden Texte auf die Folien, sondern stichpunktartige „Meilensteine“ der Argumentation.
  • Vermeiden Sie lange direkte Zitate aus den Quellen (etwa mehrere Sätze), es sei denn, sie sind für Ihre Diskussion absolut notwendig.

  • Man sollte einen serifenlosen Font (z.B. Arial) verwenden.
  • Kleinste Fontgröße 20pt.
  • Für eine derartig gestaltete Folie benötigt man etwa 2 Minuten. Bei 20 Minuten Zeit sollten Sie also maximal 10 Folien haben.
  • Überflüssige Folien vor der Präsentation entfernen. Zusätzliches Material, das für die Dis‐ kussion evtl. hilfreich ist, in den Anhang (Backup).
  • Ein Kardinalfehler: riesige Tabellen mit vielen Zahlen, die nicht mehr lesbar sind. Präsentieren Sie nur Auszüge aus der Tabelle mit den zentralen Ergebnissen.
  • Idealerweise werden statistische Ergebnisse graphisch dargestellt (z.B. die zentralen Regressionseffekte als Balkendiagramm oder Koeffizientenplot).
  • Achten Sie auf eine kontrastreiche Darstellung (schwarze Schrift auf weißem Hinter‐ grund).

  • Halten Sie Ihr Referat mindestens einmal unter realistischen Bedingungen (idealerweise vor Probehörern). So können Sie überprüfen, ob Sie im Zeitrahmen bleiben.
  • Sprechen Sie in Ihr Publikum und nicht in den Computerbildschirm oder gar an die Leinwand. Lesen Sie Ihre Präsentation auf keinen Fall ab!
  • Immer wieder Wegweiser setzen: „Ich möchte heute drei Fragen beantworten …“
  • Brücken zwischen den Folien bauen: „Nachdem ich nun die erste Frage mit ‚Ja‘ beantwortet habe, komme ich zur zweiten …“
  • Highlights besonders betonen: „Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis.“
  • Falls Sie den Vortrag mit anderen Studierenden zusammen halten, stimmen Sie die Inhalte unbedingt ab! Es darf keinesfalls vorkommen, dass Sie mehrere miteinander nicht verbundene Präsentationen anstelle einer einheitlichen Präsentation vorbereiten.

  • Man holt die Zuhörer nicht am Anfang ab (mangelnde Empathie)
  • Zu viel Information (mehr als ein Dutzend Folien)
  • Zu kleine Schriftart (kleiner 20pt)
  • Zu viel Text auf den Folien (z.B. lange wörtliche Zitate)
  • Zu große Tabellen auf den Folien (die dann nicht mehr lesbar sind).

Bitte nutzen Sie auch das Angebot der Sprechstunde der jeweiligen Lehrperson. Dort erhalten Sie gezielte, persönliche Hilfe und können spezifische Fragen zu ihrer Arbeit stellen. Die Qualität Ihrer Arbeit sowie Ihre akademische Fähigkeiten werden sicherlich dadurch unterstützt!